Fulltime gypsy


Wir treffen gerne Menschen, die uns inspirieren und bewegen. In der Rubrik „Stadtperle“ möchten wir kreative Hamburger vorstellen, die zeigen, dass Hamburg eine geile Stadt zum Leben und Arbeiten ist. Diesmal verabredeten wir uns mit Silke Lapina, die wir vor Kurzem zufällig auf der Straße entdeckt haben. Zu dem Zeitpunkt war sie uns aufgrund ihres Reiseblogs Fulltime Gypsy nicht ganz unbekannt. Live überzeugten wir uns nun, dass Silke eine coole Frau mit großem fotografischem Talent ist. Also haben wir nicht lange gezögert und sie zu unserer Stadtperle gekürt.

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Silke Lapina


Ksenia: Stell dir vor, ich habe dich entdeckt, als ich mich selbst gegoogelt habe.

Silke: Ich habe Fashionjunk auch beim Googeln meines Namens entdeckt. Es gibt noch Ginta Lapina, übrigens, ein lettisches Model. Ich habe deinen Namen auf eurem Blog gesehen und dachte mir, dass Lapina vielleicht ein verbreiteter osteuropäischer Name ist.

Ksenia: Das ist tatsächlich auch ein Name. Der gehörte Mischa Lapin, einem jungen Mann, in den ich zu meiner Wolgograder Unizeit verliebt war. Den Namen habe ich mir als Künstlernamen ausgeliehen.  Wie kommst du auf den Namen Lapina?

Silke: Mit 12 Jahren oder so brauchte ich einen Nicknamen fürs Chatten und kam auf Pinay Colada. Pinoy bedeutet Filipino, Pinay ist die weibliche Form. Irgendwann habe ich mit einer Freundin die Buchstaben zusammengewürfelt und dabei entstand dann Lapina.

Ksenia:Und dann noch dieser lustige Zufall, dass Mario dich vor kurzem in der Mönckebergstraße entdeckt hat.

Silke: Oh ja, an dem Tag war ich so fertig. Ich hatte verschlafen, habe morgens irgendwas aus dem Schrank gegriffen und bin ungeschminkt zur Arbeit gehetzt. Nach Feierabend kam mir Mario entgegen. Ich dachte zuerst: „Wieso ausgerechnet heute?“ Trotzdem war ich sofort dabei. Ich hatte damals auf meiner Weltreise für den Ebay Fashion Blog Street Styles fotografiert und fand es immer sehr schade, wenn Menschen mit interessanten Gesichtern zu schüchtern waren, um mitzumachen.

Ksenia: Du bist also Fotografin?

Silke: Ich sage immer, ich fotografiere. Ich umgebe mich gerne mit Menschen, die mehr vom Leben wollen, die spontan und frei sind. Dabei schöne Momente einzufangen, für die Ewigkeit, ist meine Leidenschaft. Doch, erst wenn ich meinen Lebensunterhalt mit der Fotografie verdiene, nur dann bin ich Fotografin.

Mein größter Traum wäre es, mit meinem Job viel zu verreisen und irgendwann Fotos zu machen, die andere Menschen inspirieren, ja sogar die Welt verändern könnten.

Ksenia: Aber…

Silke: Als ich letzten Sommer in New York war, habe ich mich mit einem jungen Fotografen, Emmanuel Rosario, getroffen. Ich bin ein großer Fan von seinen Fotos und hätte nicht gedacht, dass ich ihn tatsächlich irgendwann in NYC treffen würde. Er hat mir die Stadt von einer anderen Seite gezeigt, mir wunderbare Leute vorgestellt und super Locations zum Fotografieren gezeigt. Irgendwann saßen wir dann abends in einem Studio am Broadway, umgeben von kreativen Menschen. In diesem Moment kam ich zu dem Entschluss: „Genau das will ich“. Er riet mir, mich in einem Fotostudio zu bewerben. Nach meiner Heimkehr habe ich dann spontan bei einem Studio an die Tür geklopft und hatte ein Riesenglück, den nächsten Tag schon zum Probearbeiten kommen zu dürfen.

Ksenia: So werden Träume wahr!

Silke: Ja und daran halte ich fest. Solange man etwas wirklich will, wird es geschehen. Mein größter Traum wäre es, mit meinem Job viel zu verreisen und irgendwann Fotos zu machen, die andere Menschen inspirieren, ja sogar die Welt verändern könnten. Im Fotostudio lerne ich viel über das eigentliche Handwerk und das so viel mehr zum Fotografieren dazu gehört als dein Talent. Planung und Organisation, unromantische Dinge wie Rechnungen schreiben …all das ist sehr wichtig.

Ksenia: Deine Bilder zeigen tolle Momentaufnahmen. Was war der schönste Moment, den du erlebt hast?

Silke: So spontan muss ich an einen Moment denken, den ich in Melbourne erlebt habe. Zu der Zeit hatte ich dort in einem Cafe gearbeitet. Viel Arbeit, wenig Geld. Vom schlechten Essen nahm ich 5 Kilo zu, meine Klamotten waren vom Roten Kreuz. Trotzdem war ich mit meiner Situation absolut zufrieden. Ich hatte Feierabend und stieg aus der Straßenbahn, die Herbstsonne schien mir aufs Gesicht. Auf einmal musste ich vor Freude lachen: „Du bist so gesegnet all das erleben zu dürfen, was brauchst du mehr?“  Zurück in Hamburg erinnere ich mich an grauen Tagen daran, wie wenig man eigentlich braucht, um glücklich zu sein.


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